Dienstag, 7. September 2010

"Gesundheitsstadt Bad Brückenau": Unterhaltsames aus alter Zeit


Das Sprichwort sagt es uns: Der weg zur Gesundheit ist der Fußweg". Und da hat Brückenau schon was zu bieten! Im Umfeld der Stadt gibt es viele Spazier- und Wanderwege. In der "Brückenauer Kuppenrhön" sind lohnende Ziele vorhanden: z.B. der Dreistelz (660 m), der Volkersberg (552 m) und die Pilsterköpfe.
Auch der Bayernkönig I. (gest. 1868) war als Wanderer unterwegs. 26 mal weilte er im heutigen Staatsbad - und er meinte einmal: "Man genießt in diesem Bade aller Fryheit und des Umgangs der Menschen ohne Etikette". Außerdem sagte der königliche Badbesucher: "Nie ist mir die Natur und die Welt so schön vorgekommen!"
Der bekannte Sprach- und Märchenforscher Jakob Grimm soll ebenfalls zu Wort kommen. In einem Brief an die Frau seines Bruders Wilhelm schrieb er 1838: "Mitten durch das Tal schlängelt sich die spiegelreine Sinn, zu beiden Seiten ein Saum von Berg und Wald, daneben die anmutigsten Kunstanlagen."
Vier Jahre nach Jakob Grimm, 1842, schreibt die Gräfin Caroline von Luxburg in ihrem Tagebuch über Brückenau: "Es war eine schöne, schöne Zeit, die ich nie vergessen werde. Kissingen war nichts dagegen. Es lag ein ganz eigener Reiz in dem gemütlichen freien Leben, welches wir in dem lieben, schönen, grünen Brückenau geführt haben!"
In alter Zeit gab es einige Bad Brückenauer Brunnenärzte (u.a. Melchior Adam Weikart, gest. 1803 in Römershag), die nachdrücklich und sachkundig für das Bad warben. Es gab auch heitere Hinweise, z.B. über die Luft am Badeort. Da heißt es u.a.: "Die Luft an diesem Orte und der ganzen umliegenden Gegend ist ganz rein und überaus gesund, so dass die Leute in hiesiger Gegend ihr Alter sehr hoch bringen; in den benachbarten Ortschaften gibt es eine Menge alter Personen von 70, 80, 90 Jahren - Menschen und Erdboden am Kurorte sind gleich fruchtbar. Jede Frau hat das jährlich ihr Kind, und alle Kinder sind stark, gesund, munter und ausnehmend schön. Unter dem griechischen Himmelsstriche können die Menschengesichter nicht frischer und schöner gewesen sein."


Gereimtes gibt es von dem früheren Würzburger Josef Eduard Schwarz (vermisst im Osten 1944):
"Wenn Dich Deine Niere zwickt,
Wenn die Galle Dich versauert,
Wenn Dich Deine Blase drückt,
Wenn Dein edles Herz verbauert:
Dann, mein Freund,  lenk' Deine Flossen
In den Rhönwald unverdrossen
Sei begeistert und vertrau'
Auf das schöne Brückenau!"

 
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